Voreilige Relativierung im Westen, vollendete Tatsachen in Sachsen

Während die westdeutsche Stadt Köln versucht, die Vorwürfe aus den offenen Briefen der Flüchtlinge in Köln Gremberg zu relativieren und dem Missbrauchsbeauftragten der Bundesregierung etwas voreilig zu widersprechen, schaffen Nationalisten und Polizisten in einem ostdeutschen Bundesland vollendete Tatsachen: In Sachsen brennen wieder unter dem Beifall eines Mobs Flüchtlingsunterkünfte und neu ankommende Flüchtlinge werden von Nazis bedroht, um direkt im Anschluss von Polizeibeamten, die ihre Kompetenzen durch das Würgen von Kindern bei weitem überschreiten, schikaniert zu werden.

Nein zu solchen Zuständen! Ob Ost, ob West – Solidarität mit den Refugees in allen Bundesländern!

#dignity4refugees

http://www.tagesspiegel.de/politik/bautzen-in-sachsen-geplante-asylunterkunft-brennt-schaulustige-jubeln/12993480.html

Im sächsischen Bautzen hat in der Nacht zu Sonntag ein für Flüchtlinge vorgesehenes Gebäude gebrannt. Wie die Polizei in Görlitz mitteilte, brannte der komplette Dachstuhl des sogenannten Husarenhofs am Rande der Bautzener Innenstadt. Das Gebäude wurde zuletzt als Hotel genutzt und sollte für Flüchtlinge hergerichtet werden. Die Ursache des Feuers sei noch unklar, sagte ein Sprecher der Polizei. Die Kriminalpolizei und das auf rechtsextreme Straftaten spezialisierte Operative Abwehrzentrum ermittelten “in alle Richtungen”.

Die Löscharbeiten wurden von Schaulustigen teilweise massiv behindert, hieß es. Gegen drei Bautzener wurden Platzverweise erteilt. Zwei von ihnen, zwei betrunkene 20-Jährige, wurden in Gewahrsam genommen, weil sie der Aufforderung nicht nachkamen und Widerstand gegen die Polizei leisteten. Die Polizei berichtete von Anwohnern und teils alkoholisierten Schaulustigen, die sich in der Nähe des Gebäudes aufhielten. “Manche kommentierten das Brandgeschehen mit abfälligen Bemerkungen und unverhohlener Freude”, heißt es in der Mitteilung der Polizei.

Augenzeugenberichten zufolge waren auch Kinder unter den Schaulustigen, berichtete die “Sächsische Zeitung”. “Wir wollen keine Asylantenheime” war demnach auf den angrenzenden Straßen zu hören. In dem Gebäude sollen 300 Flüchtlinge Platz finden.

Das ehemalige Hotel "Husarenhof" in Bautzen war als Flüchtlingsheim vorgesehen und brannte in der Nacht zu Sonntag nieder.
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Das ehemalige Hotel “Husarenhof” in Bautzen war als Flüchtlingsheim vorgesehen und brannte in der Nacht zum Sonntag nieder. – FOTO: RICO LÖB/DPA
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